Karlopolis Kinderspielstadt Karlsruhe

Die Kinder sind in sog. Stammgruppen organisiert, denen ein fester Begriff wie z.B. „Katze“, „Fisch“, „Maus“ und viele mehr zugeordnet sind. Ihre Zugehörigkeit wurde ihnen vorher per Post mitgeteilt. Für die Stammgruppen, in denen sich 12-13 Stadtbewohner befinden, ist immer eine Betreuerin oder ein Betreuer zuständig. Alle Stammgruppen treffen sich morgens im großen Versammlungszelt, wo das offizielle Programm mit dem Karlopolis Lied beginnt. Der Moderator und sein junges Team informieren über wichtige Beschlüsse des Stadtrats oder andere Ereignisse. Sobald diese Veranstaltung vorbei ist, können sich die Kinder einen Beruf auswählen. Die Arbeitsagentur hat geöffnet und die Kinder bekommen ihre Arbeitskarte, mit der sie sich bei einem der über 50 Betriebe betätigen können. Hier treffen sie nun erstmals auf die sog. Experten, die ihnen bei der Arbeit zur Seite stehen. Ab 12:00 Uhr ist Mittagspause. Die einzelnen Betriebe werden nun aufgerufen und gehen geschlossen zum Mittagessen. Ab 13:30 Uhr geht es im gleichen Betrieb weiter. Gegen 16:00 Uhr wird die Arbeit eingestellt und die Arbeitsplätze aufgeräumt. Die Vollversammlung ist das tägliche Finale, bei der vom Moderator oder von den Kindern selbst die täglichen Neuigkeiten verkündet werden oder Anregungen an die Organisatoren oder den Stadtrat vorgebracht werden. Was auch immer ein Betrieb produziert, zu welchen Preisen die Waren verkauft werden sollen, bestimmen die Kinder selbst. Die einen investieren ihre verdienten „₡arlos“ bei „Kunst & Krempel“ um den eigenen Betrieb zu verschönern, die anderen lassen sich – aus demselben Grund – in der Gärtnerei Blumenbeete konstruieren. Auch in Werbung wird natürlich kräftig investiert. Sei es bei der Kunstmalerei oder als Anzeige in den „Karlsruher Neuesten Nachrichten (KNN)“ aber auch als Werbespot bei „Radio Karlopolis“. So entsteht innerhalb kürzester Zeit ein richtiger Wirtschafts- und Warenkreislauf. Die Kinder lernen in der Spielstadt demokratisches Verhalten indem sie sich selbst zur Wahl stellen können, Ämter begleiten, Entscheidungen treffen und Verantwortung für andere Kinder übernehmen müssen. Wenn einmal Einwohnerinnen und Einwohner nicht mit Beschlüssen des selbst gewählten Stadtrates einverstanden sind, engagieren sie sich in gemeinsamen Aktionen dagegen, so dass mancher Beschluss auch wieder zurückgenommen werden muss. Karlopolis findet nun zum vierten Mal statt, zum ersten Mal jedoch im Otto-Dullenkopf-Park als Veranstaltungsort. Viele Kinder kommen wieder und prägen somit ihre eigene demokratische Kultur in "ihrer" Spielstadt.

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