Bolzplatz

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben sicher nicht das originellste Projektvorhaben, aber sicher eins der für uns am wichtigsten in den vergangenen Jahren. Der Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule unterstützt die konzeptionelle Arbeit der Schule für geistig und körperlich behinderte Kinder in Weißwasser. Der Förderverein F. A. L. S. e.V. will in diesem Jahr 2017 ein Projekt starten, welches im Außengelände der Schule einen Bolzplatz entstehen lässt, der von einem Ballfangzaun umgeben ist. Dieser Platz soll dann in den Pausenzeiten sowie in der gestalteten Freizeit und Ferienbetreuung von unseren Schülern genutzt werden können. Seit mehreren Jahren besteht der Wunsch nach diesem Bolzplatz und wir haben uns als Förderverein auf die Fahne geschrieben, diesen zu erfüllen. Die Schüler unserer Schule haben einen hohen Bewegungsdrang und ein sportlicher Ausgleich hilft ihnen, sich in angemessener Form mit sich selbst und anderen auseinanderzusetzen. Im gemeinsamen Spiel, in dem Teamfähigkeit gefordert und Ehrgeiz und Leistungswille gefördert werden, erhöhen sie ihre soziale Kompetenz und setzen sich konstruktiv mit ihren Mitschülern auseinander. Die Entwicklungs- und Lernkompetenzen unserer Schüler sind teilweise stark eingeschränkt und so müssen sie meist erst über ein Reiz-Reaktion-Verhalten ihren eigenen Körper erfahren, um Kontakte zu anderen aufnehmen und aufbauen zu können. Da wir ein rein gemeinnütziger Verein sind, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Selbstverständlich sparen wir als Verein auch, um das Projekt „Bolzplatz“ in absehbarer Zeit umsetzen zu können. Grundsätzlich spielt das Thema „Sparen“ und „Geld“ im Schulalltag eine große Rolle. Schon in den unteren Klassen erlernen die Kinder spielerisch den Umgang mit Geld. Im Unterricht „Selbstversorgung“ planen die Schüler z.B. das wöchentliche gemeinsame Frühstück, in dem der Lehrer mit den Kindern Lebensmittel eingekauft, Preise verglichen werden und nur so viel gekauft werden kann, was der Geldbeutel hergibt. In den oberen Klassen wird mehrmals in der Woche selbst gekocht und die Schüler stehen immer wieder vor der Herausforderung zu planen, was und wie viel mit dem zur Verfügung stehenden Geldbetrag gekocht werden kann. Dabei lernen sie auch, Restgeld zu sparen, um am Schuljahresende zum Beispiel im Klassenverband in einer Gaststätte essen zu gehen oder sich während der Klassenfahrt etwas Besonderes leisten zu können. Vor allem die älteren Schüler der Werkstufe, deren Tagesablauf in einer Trainingswohnung in Weißwasser stattfindet, sind jeden Tag mit dem Thema „Geld“ konfrontiert. Diese Jugendlichen versorgen sich unter Anleitung ihrer Lehrer selbst, in dem sie anhand des vorhandenen Geldes den Einkauf selbständig planen, ohne Hilfe Erwachsener einkaufen und bezahlen müssen und dadurch für das spätere Leben fit gemacht werden sollen. Denn das größte Ziel in der täglichen Arbeit der Schule ist das weitgehend selbständige Bewältigen des Lebensalltages. Deshalb ist das Erlernen des Umgangs mit Geld ein fester Bestandteil im Lehrplan und wird den Kindern von klein auf vermittelt. Viele unserer jugendlichen Schüler verfügen bereits über ein Jugendkonto und sind dadurch in die Pflicht genommen, verantwortungsbewusst mit Geld umzugehen. Vor einigen Jahren hat unser Verein für ein neues Schulauto gespart. Die Schüler erlebten während dieser Zeit zum Beispiel, dass man auf einen größeren, sonst vom Verein finanzierten Ausflug auch mal verzichten muss, um das „große Ziel“ zu erreichen. So wollen wir es auch mit unserem jetzigen Ziel „Bolzplatz“ handhaben. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir mit unserem Projekt teilnehmen können und Sie uns diesbezüglich unterstützen. Mit freundlichem Gruß Madeleine Troll Vereinsvorsitzende Ansprechpartner – Madeleine Troll - verein@als-wsw.de

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