Stimmt es, dass sich Betriebe im Internet über Bewerber informieren?

Viele Personalchefs schauen sich die Profile von Bewerbern in sozialen Netzwerken an. Also: Aufpassen, was man postet.

Wer sich um eine Ausbildung oder eine Stelle bewirbt, schickt seine Bewerbungsunterlagen an das Unternehmen. Die Mappe ist das Erste, was sich Personaler, die in einer Firma unter anderem für Einstellungen zuständig sind, genau anschauen. Wollen sie einen Kandidaten näher kennen lernen, besuchen viele aber tatsächlich auch die Profile der Bewerber in den sozialen Netzwerken. Diese sind meist öffentlich zugänglich und daher leicht einsehbar. Deswegen ist es allgemein wichtig, dass jeder darauf achtet, welche Informationen er in den sozialen Netzwerken von sich preisgibt.

Besonders interessant ist für Personaler, wenn ein Bewerber auf Facebook und Co. etwas über ihr Unternehmen geschrieben hat. Auch checken sie, ob sich ein Kandidat dort über Themen äußert, die mit dem Job zusammenhängen, um den er sich bewirbt. Was gar nicht gut ankommt, sind abfällige Bemerkungen über Arbeit im Allgemeinen. Außerdem achten Personaler auf die Hobbys und die Freizeitaktivitäten der Bewerber.

Problematisch wird es, wenn die Informationen in den sozialen Netzwerken nicht mit denen aus den Bewerbungsunterlagen übereinstimmen. Weniger interessant ist hingegen die Anzahl der Kontakte in den sozialen Netzwerken. Aufpassen sollte man auch bei den Fotos, die man postet. Partybilder sind zwar grundsätzlich in Ordnung, denn auch Personaler wissen, dass Jugendliche feiern. Aber Fotos von einem selbst in peinlichen Situationen? Die sollte man sich lieber verkneifen.

Philipp Schaffranek
Handelsblatt Newcomer, Jun./Jul. 2017, AUSGABE 44

Zur Themenübersicht